Photovoltaik Kosten: Finanzierung und Amortisation einer Photovoltaikanlage

Wenn heute ein Haus neu gebaut oder ein Altbau saniert wird, stellt sich immer die Frage, wie stark regenerative Energien zur Energieerzeugung mit eingesetzt werden sollen. Natürlich wird auch überlegt, ob auf das Dach vielleicht Photovoltaikmodule installiert werden sollen, die genug Solarstrom erzeugen, um vom öffentlichen Netz unabhängig zu sein.

Für die Planung einer Photovoltaikanlage geht man davon aus, dass für eine vierköpfige Familie eine 5 kWp-Anlage - das sind 5 Kilowatt Spitzenleistung (peak) - erforderlich sind.

Die Kosten für 1 kWp installierte Leistung liegen je nach Gesamtgröße und Qualität der Komponenten zwischen 4.500 und 6.000 Euro. Je größer die Anlage ist, desto günstiger ist der Gesamtpreis.

In den ersten Jahren fallen so gut wie keine Betriebskosten an, sodass man mit durchschnittlichen Kosten von 1 % des Anlagenwertes pro Jahr rechnet. Wann sich eine Photovoltaikanlage amortisiert hat, hängt von unterschiedlichen Faktoren, wie der Größe der Anlage, den Anschaffungskosten und der gewählten Finanzierung ab.

Für eine überschlägige Berechnung kann von folgenden Angaben ausgegangen werden. Eine Anlage mit 1 kWp installierter Leistung kann durchschnittlich 1.000 kWh Solarstrom pro Jahr erzeugen. Dies ergibt einen Erlös von 400 € pro Jahr bei einer Vergütung von 43,01 Cent/kWh. Damit hat sich die Photovoltaikanlage bei einem Installationspreis von 5.000 € pro kWp nach rund 14 Jahren amortisiert.

Die Einspeisevergütung für Solarstrom beträgt seit 2009 43,01 Cent / kWh. Soviel bezahlen die Versorgungsunternehmen an Privatpersonen, die Solarstrom in das öffentliche Netz einspeisen, für einen garantierten Zeitraum von 20 Jahren. Dies ist im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt. Diese Vergütung sinkt ab 2009 jährlich um 8% gegenüber der Vergütung des Vorjahres und gilt bis zu einer Anlagenleistung von 30 kWp.

Bei einem Neubau können natürlich von der Planungsphase an die nötigen Voraussetzungen geschaffen werden, um die Solarenergie optimal zu nutzen. Das Haus kann nach Süden ausgerichtet werden und die Dachneigung kann mit mindestens 30 Grad ausgeführt werden. Ein Wintergarten kann die solaren Flächen vergrößern. Das Haus kann direkt mit einer sehr guten Wärmedämmung versehen werden. Bei einem Altbau sind die Möglichkeiten eingeschränkt, denn die Lage und Form des Hauses sind vorgegeben. Je nach Dachneigung und Ausgestaltung des Daches sind u. U. keine größeren Flächen für Photovoltaik Module vorhanden. Dann ist die Nutzung der Solarenergie bei diesem Haus begrenzt.

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Zusammenfassung

Die Kosten einer Photovoltaikanlage sind beträchtlich, können jedoch durch die KfW Förderung günstig finanziert werden. Die gesetzliche Einspeisevergütung garantiert attraktive Erlöse.

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